24 interessante und verblüffende Fetische

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Was ist ein Fetisch?

Wohl jeder Mensch hat seine eigenen Vorlieben im Bett. Ein Fetisch geht jedoch weit darüber hinaus.
Unter einem sexuellen Fetisch versteht man ein Verhalten, dass von der gesellschaftlichen Norm abweicht. Ein unbelebter Gegenstand (als Fetisch bezeichnet) bringt sexuelle Erregung und/oder Befriedigung. Nicht nur Gegenstände, sondern auch Körperteile, Materialien oder gewisse Praktiken können einen Fetisch ausmachen.
In Abgrenzung zu den eingangs erwähnten sexuellen Präferenzen stellen Fetische oftmals einen sonderbaren Anreiz zur sexuellen Erregung  dar. Die sexuelle Erregung oder Befriedigung ist dabei ohne Verwendung des Fetischs deutlich erschwert oder sogar gänzlich unmöglich.
Grundsätzlich kann sich ein Fetisch auf sämtliche Bereiche des Lebens beziehen.
Um diese beeindruckende Vielfalt zu illustrieren, haben wir die ungewöhnlichsten Fetische in einer Liste zusammengefasst.

Ballbusting

Dieser englische Begriff setzt sich aus den Worten balls (Hoden) und busting (zerdrücken) zusammen. So kann man sich bereits vorstellen, was sich hinter diesem Fetisch verbirgt. Klingt schmerzhaft, oder? Ganz richtig, weshalb der Fetisch vorwiegend in SM-Kreisen praktiziert wird. Diese Methode gilt als äußerst gefährlich und kann im Extremfall zum Verlust der Zeugungsfähigkeit führen.

Hotdogging

Beim Hotdogging, zu Deutsch Pobackensex, wird der Penis zwischen dem Gesäß des Partners oder der Partnerin gerieben. Diese Praktik ist also mit dem Busensex verwandt und stellt zugleich eine gute Alternative für Frauen mit kleinerer Oberweite dar.

Pedal Pumping

Du dachtest, ein Fußfetisch sei schon bizarr genug? Dann halte dich fest, denn das Pedal Pumping (Pedaltreten) ist noch kurioser. Die Betroffenen sind vor allem Männer, die es erregt, wenn eine Frau in High Heels auf ein Gaspedal tritt.

Amputismus

Für die meisten Menschen wohl eher ein Schicksalsschlag, sehnt ein Amputismus-Fetischist den Verlust eines Körperteils sogar herbei. Die sexuelle Begierde kann dabei in beide Richtungen gehen. Entweder, der Fetischist möchte sich ein eigenes Körperteil amputieren lassen oder es erregt ihn, andere Betroffene zu sehen und mit ihnen zu verkehren.

Formicophilie

Formicophilie beschreibt die das sexuelle Interesse daran, dass Insekten über den eigenen Körper kriechen und gegebenenfalls auch zubeißen (Formico bedeutet Ameise). So soll ein Kitzeln oder Stechen entstehen, dass die eigene Person erregt oder aber einem Dritten Unbehagen verschafft.
Nicht nur Menschen können diesen Fetisch haben, sondern gleich alle Säugetiere. So mögen es manche Katzen, wenn ihnen Ameisen in die Genitalien beißen.

Omorashi

Die japanische Kultur gilt nach außen hin zwar als reserviert und auf den gesellschaftlichen Status bedacht, sexuell gesehen lieben es die Asiaten aus dem Land der aufgehenden Sonne jedoch bisweilen abgedreht.
Omorashi-Fetischisten werden von vollen Blasen erregt. Nicht nur das Bedürfnis, sich zu erleichtern, sehen sie gerne, auch die damit verbundenen Handlungen verschaffen ihnen Stimulation. Nervöses Herumtrippeln bis hin zum Einnässen ist so ein absolutes Highlight für jeden Omorashi-Fan.

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Klismaphilie

Wer austeilt, muss auch einstecken können. Unter diesem Motto stehen klismaphile Menschen darauf, wenn Flüssigkeiten in den Anus hinein- oder aus ihm herausfließen.

Symphorophilie

Bei harmlosen Fetischen ist die Toleranz Nichtbetroffener gefragt. Zwar mögen manche Sexualpraktiken ausgesprochen kurios sein, sie ziehen allerdings keine Außenstehenden in Mitleidenschaft.
Anders ist das bei der Symphorophilie. Symphorophile ergötzen sich an Unfällen und Katastrophen sowie den damit verbundenen Schäden. Es bleibt bisweilen allerdings nicht bei der bloßen Zuschauerrollen, sodass einige Symphorophile selbst Unfälle oder Katastrophen provozieren.

Emetophilie

Für die meisten Menschen ist es eine äußerst unangenehme Erfahrung, sich übergeben zu müssen. Emetophile hingegen erregt Erbrochenes sowie der Akt des Erbrechens.

Forniphilie

Viele Fetische haben mit Rollenspielen zu tun beziehungsweise werden in deren Rahmen ausgelebt. Das beste Beispiel ist vielleicht die Forniphilie. Hier nimmt einer der Partner oder auch mehrere die Rolle eines Möbelstücks ein. Die sexuelle Stimulation ergibt sich vor allem aus dem leblosen Charakter sowie der Nutzung als Gebrauchsgegenstand. Beliebte Möbel sind Aschenbecher, Tisch, Kerzenhalter oder auch Toiletten.

Mechanophilia

Mechanophile Menschen fühlen sich zu Maschinen hingezogen. Dabei kann es sich um das eigene Auto handeln, aber auch Toaster, Fahrräder oder ein Föhn können Objekt der Begierde sein.

Looners

Ob Nena das gewusst hat? Looners (von Ballooners haben gerne Sex mit Luftballons oder bringen diese zumindest mit Wonne zum Platzen.

Hybristophilie

Schwerverbrecher wie der Serienmörder Ted Bundy oder die Amokläufer Eric Harris und Dylan Klebold haben trotz ihrer Gräueltäten auch viele (zumeist weibliche) Verehrer. Mitschuld daran: das Phänomen der Hybristophilie(vom Griechischen hybristes, was Übeltäter bedeutet). Menschen mit diesem Fetisch fühlen sich zu Kriminellen hingezogen. Besonders beliebt sind dabei Sexual-, Gewalt- oder sogar Tötungsdelikte.

Katoptronophilie

katoptron bedeutet auf Griechisch Spiegel.
Man kennt es aus American Psycho: Katoptronophilia bezeichnet die besondere Lust daran, vor dem Spiegel Sex zu haben. Doch auch die Masturbation, ein Striptease oder gar eine Orgie, die man im Spiegel bestaunen kann, sind Teil dieses Fetischs.
Betroffene gehen bisweilen so weit, ihre gesamte Wohnung mit Spiegeln auszustatten, damit der intime Akt überall stattfinden kann. Auch in der Pornobranche ist die Katoptronophilie Gegenstand zahlreicher Szenen.

Vampirismus

Vampire erfreuen sich seit hunderten von Jahren großer Beliebtheit, sei es in der Literatur, im Film oder der Musik. Auch sexuell gesehen schlägt sich die Blutsauger-Affinität nieder. Ein Vampirismus-Fetischist steht auf Blut und verspricht sich davon oft, übernatürliche Kräfte zu erhalten.

Dendrophilie

Groot, Baumbart und Co. aufgepasst: Dendrophile fühlen sich zu Bäumen hingezogen. Die genaue Art des Baumes ist grundsätzlich egal. Bei der bloßen Verehrung bleibt es aber nicht, die Pflanze wird auch in die sexuellen Handlungen einbezogen, vor allem Äste, Rinde und Löcher im Baum.

Klaustrophilie

Das (sexuelle) Gegenstück zur Klaustrophobie bezieht sich, wie könnte es anders sein, auf Sex in engen Räumen.

Dacryphilie

Die Verbindung von Sex und Tränen liegt für gewöhnlich nicht gerade nahe. Dacryphile aber erregt es, wenn der Partner oder die Partnerin weint. Der Begriff leitet sich vom Griechischen dacry ab, was Tränen
bedeutet.

Autonepiophilie

Die Autonepiophilie wird auch adultes Babysyndrom genannt und verrät damit schon, was sich hinter ihr verbirgt. Wer dieses Babyplay praktiziert, ist keineswegs an Säuglingen interessiert, sondern wird vielmehr von Windeln erregt oder schlüpft selbst in die Rolle eines Babys oder Kleinkindes.
Auch Überlappungen mit anderen Fetischen rund um das Ageplay können vorkommen. So stehen viele Betroffene auf Laktation, also Muttermilch.

Frotteurismus

Während das Gedränge im Bus oder volle Aufzüge bei den meisten Menschen nur durch den bloßen Gedanken zu Schweißausbrüchen führen, lieben Frotteuristen den unvermeidlichen engen Körperkontakt. Sie werden sexuell erregt, indem sie sich an anderen Menschen reiben.

Kannibalismus

Was ein Kannibale ist, weiß wohl jeder. Dass es sich dabei allerdings auch um einen sexuellen Fetisch handeln kann, ist zumindest durch den Fall des Kannibalen von Rotenburg in ein breiteres Interesse gerückt, dadurch aber nicht weniger morbid.
Besagter Kannibale, Armin Meiwes, lernte über eine Kontaktanzeige den Diplom-Ingenieur Bernd Jürgen Brandes kennen, der angeblich in die Tötung und den anschließenden Verzehr eingewilligt habe. Man vermutet, der Reiz lag für Meiwes daran, mit Brandes verschmelzen zu können.
Selbstverständlich ist die Ausübung dieses Fetischs hochgradig illegal, Meiwes befindet sich seit 2002 in Haft.

Trampling

Die SM-Szene kann mit vielen verrückten Fetischen aufwarten, die sich meist um tiefste Erniedrigung drehen. Einer davon ist das Trampling. Dabei legt sich meist ein Mann flach auf den Boden und lässt dann von einer Frau wortwörtlich auf sich herumtrampeln.

Eproctophilie

Eproctophile finden Blähungen erregend. Sowohl das Geräusch als auch der Geruch der Flatulenzen lässt ihr Herz höher schlagen. Wer mit einem Betroffenen ausgeht, kann also guten Gewissens zu Bohnen oder Rosenkohl greifen und macht dem Partner oder der Partnerin damit sogar eine Freude.

Rinsing

Rinsing ist nicht nur ein Fetisch, sondern gleich eine neuartige Form der Beziehung. In erster Linie geht es dabei um jüngere Frauen bis Ende 20, die meist älteren Herren freizügige Fotos oder Videos von sich schicken. Als Gegenleistung erhalten sie luxuriöse Geschenke oder ein großzügiges Taschengeld.
Ein persönliches Treffen findet beim Rinsing meistens gar nicht statt und ist auch nicht Sinn und Zweck dieses Arrangements.