Die 11 beliebtesten Sexstellungen der Deutschen

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Deutscher Sex gilt als Codewort für die Missionarstellung. Sie gilt als die Standard-Sexposition, langweilig, aber gleichzeitig bewährt. Doch wenn die Missionarsstellung zur Routine wird, lassen Lust und Leidenschaft nach. Also ist ausprobieren angesagt, doch sind ungewohnte Stellungen nicht unheimlich verkrampft und unbequem? Und außerdem gibt es so viele verschiedene Positionen, dass man schnell den Überblick verlieren kann. Wir bringen Licht ins Dunkel.
 

Sex in allen Varianten

Die drei beliebtesten Stellungen der Deutschen sind die Reiterstellung, Doggy und die bereits erwähnte Missionarsposition. Diese Stellungen und ihre Variationen, aber auch gänzlich neue Verschraubungen zweier Körper werden wir in diesem Artikel vorstellen, um mehr Abwechslung in euer Schlafzimmer (und andere Orte) zu bringen. Zunächst aber ein paar grundlegende Regeln:
  • Abwechslung ist zwar erwünscht und bringt Würze in die Beziehung, allerdings führen zu viele aufeinanderfolgende Experimente zu Stress. Nehmt euch Zeit, um euch in Ruhe mit einer neuen Stellung vertraut machen zu können. Dies gilt umso mehr, wenn die ungewohnte Position akrobatische Fähigkeiten erfordert.
  • Kommunikation ist das A und O, um herauszufinden, was euch beiden gefällt und welche Experimente ihr besser ad acta legt.
  • Auch wenn es beim Ausprobieren neuer Stellungen um Abenteuerlust und Offenheit geht, steht der eigene Wohlfühlfaktor weiterhin im Vordergrund. Nur, weil eine Position kreativ oder sogar bizarr ist, heißt das noch lange nicht, dass auch der Sex magisch gut wird. Was sich gut anfühlt, ist auch gut!
  • Wenn ihr gemeinsam sexuelles Neuland betretet, wird es unweigerlich zu Missgeschicken kommen. Derartige Fettnäpfchen sind jedoch keineswegs ein Grund, sich zu schämen oder peinlich berührt zu fühlen. Vielmehr solltet ihr gemeinsam über etwaige Stolpersteine lachen können.
So, die Grundregeln sind geklärt, dann geht es jetzt an die Stellungen im Einzelnen!

 

Stellungen im Liegen – Sie liegt unten

Zwar kennt wohl jeder die Missionarsstellung, aber weißt du auch, woher ihr Name stammt? Der Legende nach war es die einzige Sexposition, die weiße Missionare den Inselbewohnern der Südsee als die einzig zulässige zwischen Eheleute beibrachten. Der Anthropoge Robert J. Priest konnte diese Theorie jedoch widerlegen, die auf einem Irrtum des Sexualforschers Alfred Kinsey basiert. Tatsächlich machten sich die Bewohner der Trobriand-Inseln über das eintönige Sexleben der Missionare lustig, christlich motivierte Schicklichkeit hat allerdings nichts mit der Bezeichnung zu tun. Dennoch hat sich der Name Missionarsstellung durchgesetzt und wird beispielsweise auch im Englischen verwendet (missionary position). Wie sieht aber nun die Stellung selbst aus? Der Mann liegt zwischen den geöffneten Beinen der Partnerin und stützt sich mit den Händen, die zu beiden Seiten von ihrem Körper platziert sind. So können sich beide Partner anschauen und küssen. Gleichzeitig dringt der Penis auf diese Weise im perfekten Winkel in die Vagina ein. Indem sie ein Kissen unter ihren Hintern legt, kann der Winkel noch angepasst werden. Die Stellung mag als nicht besonders abenteuerlich gelten, doch ist sie für beide Partner angenehm und sexuell stimulierend. Somit kann sie auch von Mann und Frau gleichermaßen über längere Zeit durchgehalten werden. Nicht überzeugt? Die Missionarsstellung ist trotz dieser Vorzüge langweilig? Dann sind hier ein paar Variation der Position, bei der die Frau unten liegt.

Der Schmetterling

Die Frau spreizt ihre Beine in V-Form ab. Er hält das V und nutzt es gleichzeitig, um sich abzustützen. So penetriert er seine Partnerin in aufrechter Haltung. Neben optischer und stimulativer Abwechslung bietet sich der Schmetterling auch an, wenn die Arme des Mannes in der Liegestützenhaltung der Missionarsstellung müde geworden sind.

Das Einhorn

Ähnlich wie der Schmetterling, doch die Frau spreizt hier nur ein Bein ab.

Der Schlitten

Auf dem Rücken liegend zieht die Frau ihre Beine zur Brust. Ihr Partner beugt sich über sie und nimmt die Beine der Frau zu beiden Seiten über die Schultern. Die Stellung gilt als besonders entspannend und erlaubt eine äußerst tiefe und intensive Penetration.


Stellungen im Liegen – Er liegt unten

Die Reiterin

Er liegt auf dem Rücken, sie sitzt mit angezogenen Beinen auf ihm. Sie beginnt die Reiterbewegung und stimuliert so vor allem die vordere Region der Vagina und die G-Fläche. Aber Vorsicht: Sollte der Penis bei wildem Reiten herausflutschen, besteht die Gefahr eines Penisbruchs.

Die umgekehrte Reiterin

Die Reiterin sitzt hier umgekehrt auf dem Mann, mit dem Gesicht zu seinen Füßen. Zwar ist die Stellung schön anzusehen, der Penetrationswinkel aber unvorteilhaft. Indem die Frau mit dem Becken kreist, kann sie dies einigermaßen kompensieren und eine intensivere Stimulierung erreichen.

Das Löffelchen

Wie die Kuschelstellung, nur eben mit Penetration. Da liegt es nahe, die beiden zu kombinieren und nach dem Sex einfach weiterzukuscheln und gemeinsam einzuschlafen. Kleiner Tipp: Nach dem Aufwachen funktioniert die Position ebenso gut!

Vis-à-vis

Beide Partner liegen auf der Seite und sehen sich an. Mit angezogenen Knien umklammert sie seine Beine, er penetriert sie. Die Stellung ermöglicht, dass beide sich intensiv streicheln, küssen und umarmen können. Sie gilt als eine der romantischsten Positionen und eignet sich bestens für zärtlichen Sex.

Der Waffenstillstand

Er liegt auf seiner Seite, sie dazu im rechten Winkel auf dem Rücken. Er legt seine Hand unter ihren Oberschenkel, zieht sie so zu sich heran und dringt in sie ein. Die Stellung erlaubt euch eine kleine Verschnaufpause.


Stellungen im Knien

Stellungen im Knien sind nicht zuletzt auch wegen ihres animalischen Charakters beliebt. Jeder kennt das Sprichwort Rammeln wie die Karnickel. Wer es derart hemmungslos treiben will, kommt mit knienden Positionen besonders in Stimmung. Der Mann dringt von hinten in seine kniende Frau ein.

Doggy

Beide Partner knien, die Frau befindet sich vor dem Mann. Von hinten dringt er in sie ein, entweder vaginal oder anal. Die Stellung könnt ihr lange Zeit aushalten und spielend den Penetrationswinkel verändern. Dank des starken Halts beider Partner kann der Mann auch problemlos intensiver zustoßen. Nicht nur im Knien gibt es die Hündchenstellung. Auch im Stehen funktioniert Doggy, ebenso wie im Liegen. Wenn die Frau flach auf dem Bauch liegt und der Mann von oben in sie eindringt, nennt man die Stellung auch Pronebone.

Der Sidekick

Sie liegt seitlich da und wendet ihm den Rücken zu. Er schiebt ein Knie zwischen ihre Beine und dringt in sie ein. Ihr oberes Bein ist angewinkelt, sodass er einen guten Ausblick auf ihren Hintern hat und sie an den Hüften packen kann.

Das tiefe G

Auf dem Rücken liegend zieht die Frau ihre Beine an. Der Mann geht auf die Knie und penetriert sie von ihnen. Je steiler der Winkel ist, umso intensiver kann der Partner sie stimulieren. Da die Stellung den G-Punkt besonders stark reizt, trägt sie den Namen tiefes G.


Mögliche Hindernisse

Was tut ihr, wenn eine Stellung mal nicht so gut funktioniert, wie es im Porno oder dem Kamasutra ausgesehen hat? Wie bereits erwähnt, ist gute Kommunikation unverzichtbar. Wenn einer der Partner leiden muss, damit der andere sich gut fühlt, dann ist die Stellung nichts für euch. Das solltet ihr ansprechen! Gerade, wenn man neue Positionen ausprobiert, wird der Partner nicht genau wissen, ob sich das Ganze gerade gut anfühlt oder nicht. Falls es also mal nicht klappen sollte, versucht es nicht zu erzwingen. So erstickt ihr jegliche potenzielle Lust. Macht euch Folgendes bewusst: Nicht jede Stellung funktioniert für jedes Paar. Sex ist keine Extremsportart oder ein Schönheitswettbewerb, es geht um Spaß und gemeinsame Lust. Und nur, weil sich eine Frau im Porno beim siamesischen Haubentaucher die Seele aus dem Leib stöhnt, heißt das noch lange nicht, dass das im realen Leben auch so ist. Pornos sind schließlich kein Handbuch für echten Sex. Am besten ist immer noch das, was sich gut anfühlt, selbst dann, wenn es die Missionarsstellung ist.